Abendlicher Besuch

….vor einer halben Stunde:

„Wer hat den Schlauch schon wieder nicht weggeräumt?“

abendbesuch

„Wer issst hier ein Ssssslauch?“

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Vermutlich ist WerisssthiereinSssslauch ein Nachkomme/in von diesem Exemplar hier:

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rund 1,60 m, wobei die abgestreifte Haut durch den Häutungsprozess wohl gedehnt ist. Sie lebt im ehemaligen Stallgebäude. Ich habe sie erst einmal live gesehen, aber bloss das letzte Ende von ihr, sozusagen. Dann hat sie uns ihre Haut hinterlassen. Sie ist vermutlich eine Natrix Natrix (Ringelnatter). Und in diesem Fall wird das „sie“ wohl stimmen, da die Weibchen länger werden als die Männchen. Aber um diese Länge erreicht zu haben, muss sie schon ein älteres Exemplar sein – mir wurde gesagt, so um die 10 Jahre (?)

Der kleine Schlauchling war nur circa 60-70 cm lang. Ich konnte ihn/sie ja nicht abmessen, hat sich doch sehr gefürchtet und es ist ja für Wildtiere totaler Stress, wenn sie von Menschen berührt werden. Schon das Fotografieren war wahrscheinlich anstrengend. Aber Schlauchling hatte es gar nicht eilig, wegzukommen. Ich konnte in aller Ruhe nach meiner Kamera suchen.

So, Männer des Hauses – ihr könnt jetzt wieder vom Tisch herunterkommen.

 

 

 

 

 

 

 

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Arztbesuch in Veggistan

Banane fühlt sich etwas schwach
und diese braunen Flecken
lassen sich nicht mehr verstecken
Zur Therapie sie sich begibt
Und sitzt mit matter Schale
In Doktor’s Wartesaale

Karotte und der Kopfsalat
Haben gleich guten Rat parat:
Das ist bestimmt, es ist gewiss
Etwas Psychosomatisches
Und auch die sauren Trauben:
Du musst nur an Dich glauben!

Wie war denn Deine Kindheit wohl?
Laut vor sich hindenkt Blumenkohl
War es recht schwer als Blüte?

Ach, zum Monsanto auch!
Flucht die Banane aus dem Bauch
Nun völlig bar jeglicher Güte
So haltet eure Schalen!
Ihr seid doch alle Dilettanten!

Doch das erbost das Küchenkraut
Es hat auch seine Kanten
Wen nennst Du aller Dille?
Wo ich nach Schöpfers Wille
Hier einzig Dille bin!

Banane geht
Es ist ihr nun zu bunt –
Die ärgern mich ja noch gesund!

Von Seh-Hunden und ihren Blindis

Ich halte nichts vom „Vergleichs-Gutgehen“, habe mich auch noch nie besser gefühlt, weil es Anderen schlechter geht. Ich fände das einen gar seltsamen Trost.

Das was schmerzt, darf keinem Ranking unterliegen. Egal ob Gross oder Klein, man sollte sich den eigenen Kummer von der Seele reden können, ohne den Mund mit dem unvergleichlich grösseren Leid Anderer gestopft zu bekommen.
Denn letztlich: schlimmer geht immer.

Daher ist dieser Beitrag auch keine direkte oder indirekte Aufforderung, gefälligst eigene Belastungen zu relativieren indem man sie an den Bürden der Mitmenschen misst, sondern Ausdruck meiner Freude an der positiven Ausstrahlung dieses Blogs. Lebensfreude ist ein kostbar Gut und glücklicherweise auch ansteckend.

Collie Donna und die blinden Simulanten