Zwiebel auf Abwegen

Die Zwiebel nun mal eitel ist
Sie wollte gern bekunden
Die Schönheit ihrer Schale
Und ihrer Form der Runden

Nachdem man heutzutage
Ja alles lernen kann
Fing sie mit Poledance
Und auch dem Striptease an

Das Publikum war ganz verzückt
Die Zwiebel war es auch
Besonders angetan von ihr
War Mister Stangenlauch

Sie gab sich her und gab sich hin
Liess feine Hüllen fallen
Kein Auge blieb mehr trocken
Ganz Oberunter-Veggiestan
War völlig von den Socken

Doch Ach und Weh
Erfolg hat seinen Preis
So kams das binnen einem Vierteljahr
Nichts mehr von ihr übrig war

Vergeblich II

Angeregt durch Michael’s Kommentar hat dieses Gedicht nun einen versöhnlichen Ausklang.

Er schrieb:

Und bin ich nicht im Kopf …
Wo bin ich dann?
Und wer?
Als die Vergeblichkeit verblich,
War endlich leicht,
Was vormals schwer.

…War endlich heil
Was vormals wund
Und geh‘ ich
Der Frage auf den Grund
Dann bliebe auch
Als neue Heimat noch
Der Bauch
Buddha’s Mitte wird verehrt
Und meine ist auch nennenswert
Doch letztlich ist mein stilles Hoffen
Das immer mir das Herz
Bleibt offen

Vergeblich

Ich ziehe nun in meinen Kopf
Weil ich der Vergeblichkeit
Nicht mehr vergeben kann
Das sie mein Leben nun
Bereits ein halbes Leben lang
Von jeder Leichtigkeit befreit

Ich ziehe nun in meinen Kopf
Will nur mehr mit Neuronen wohnen
Logikgekühlt und ungefühlt
Der Liebe Last wird mich verschonen

So zog ich nun in meinen Kopf
Doch konnt‘ ich dort nicht sein
Weil die Vergeblichkeit
Dort lieber ist
Allein

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Foto: Morguefile

 

Ich froie mich grad so

…das ich das nun kundtun muss! Als ich mich auf das Bloggen eingelassen habe, war es ja anfänglich so als würde man zu einer grossen Party gehen, sich die Einladung dafür selbst gedruckt haben und keinen, aber schon gar keinen der Gäste kennen.
Ich stand so ein bisschen schräg im Raum und fand meine Stimme kaum. Das reimt sich unbeabsichtigt, aber ich lass‘ es jetzt dennoch so stehen.

Nun fühle ich mich schon weniger hölzern und durch die Kontakte mit euch, die Fülle der wunderbaren Seiten die sich auftun, ist jeden Tag eine Entdeckungsreise angesagt.

Als Nichtfacebookerin, Nichtzwitscherin etc. hatte ich keine nennenswerte Erfahrung mit dem Medium. Ich hätte nicht gedacht das virtuell so schön sein kann.
Der einzige Nachteil welcher sich bislang offenbart hat: weniger Zeit für Bücher zu haben. Dafür habe ich das Mitleidsfertiglesen aufgegeben. Muss ich halt riskieren das ein Buch, welches mir nicht wirklich so gut gefällt, gekränkt ist, weil ich es nicht ganz lese.

Und weil ich grad beim Froien bin (einstens so geschrieben von meinem Sohn, als Erstklässler. Seither habe ich diese Schreibweise behalten) gleich anbei auch ein herzliches Danke! An alle, für alle die heute noch keines bekommen haben.