Es brennt

wie ein Kind spiele ich mit den Gaben des Lebens
dessen Gnade gewahr
und will doch nur das Un.bedingte
Eine
brennend dem Sein ein Lied abbetteln
bis alle Sehnsucht weisse Asche ist

Advertisements

Gegenwind

Gegen den Wind
die Sturmgezeiten
lässt es sich schlecht anschreiben
noch schlechter leben
doch nichts ist zu fürchten
Verlust spricht leere Drohung
denn ich drehe mich um
und kehre die liebesgefütterte Seite
meiner Seele nach Aussen

Per il mio figlio

Prenditi la tua vita
e stringila forte
finché il succo dolce-amaro
ti tinge la linguaFinché le tue emozioni
ti hanno avuto nei mani
e sei stato
come un animale ferito
solo

Non serve cercare di
nasconderti dietro
le abitudini addomesticati

La paura ti troverà ovunque
e se non ti fai vedere nudo
davanti te stesso
ti amazza

Darti alle cose
regalati
non risparmiarti
per poter morire bello

Se non ti è rimasto
il nero della vita sotto le unghie
non hai mai assaggiato
questa terraE quando sei
ubriaco del‘ succo
ridi
balla
piangi
canta
fai l’amore
mettiti a scrivere

Son‘ queste
e molte altre le cose
che si fa
quando non si può contenere più
la luce liberata

img_6825r1
Foto: Fabiana Ferrari –  e‘ bellissima, tante grazie Fabi!

Imperfekt perfekt

Wenn nach 31 gemeinsamen Jahren eine Rose als Morgengabe am Kopfkissen liegt, dann heisst das nicht, dass es nicht viele Konflikte und Hürden gegeben hat – oder geben wird.
Es heisst: wir sind eins im Wir und ich danke Dir – für alles.

roseh
Foto: Unsplash

Eltern auf alten Fotos

Es ist seltsam sie so jung und ohne uns zu sehen. Als wäre ihr Leben vor unserer Geburt nur zweidimensional verlaufen, als Schwarzweiss-Fotografie in einem umgewidmeten Schuhkarton.
Weil sie doch schon lange vor uns da waren, können wir uns ihre Endlichkeit nicht wirklich vorstellen.
Doch nach und nach relativiert sich das Wort „immer“.

Später baut unser Intellekt dem Tod einen gläsernen Sarg. Wir wissen um ihn und können ihn auf Distanz betrachten. Er bleibt fern, wie ein Zahnarzt-Kontrolltermin für das übernächste Monat. Da ist doch noch so viel Zeit.
In dieser vielen Zeit ruht der Tod als pappendeckeliger Begriff bis zu seiner Auferstehung in der Realität.
Und dann kommt der Tag, wo Du niemandens Kind mehr bist.